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Kirchwerder ist mit 8642 Einwohnern auf 32.4 qkm Fläche das größte Dorf der Vier- und Marschlande. 1217 wurde es erstmals unter dem Namen Kercewerder erwähnt, davor war der Name Remerswerder gebräuchlich. Mit dem Namen Kercewerder kann man davon ausgehen, daß eine Kirche vorhanden war, folglich die Insel auch bedeicht und besiedelt war.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Gose-Elbe abgedämmt und dadurch Kirchwerder mit Neuengamme in einen Deichverband gebracht. Die heutige Kirche in Kirchwerder ist die St. Severini Kirche (siehe Bild).
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Besondere geschichtliche Bedeutung erlangte Kirchwerder durch die Riepenburg und den Zollenspieker, die beide die Sicherung der Zollabgabe, der Elbhoheit und der Fährstelle zur Aufgabe hatten. Historisch interessant ist auch die 1318 erstmals erwähnte Riepenburger Mühle, die zur Riepenburg gehörte und bis 1876 die einzige Kornwindmühle in den Vierlanden war.
Highlights im Kirchwerder Dorfleben sind der "Spieker Markt" und der "Erntedankumzug". Den Spieker Markt im September gibt es seit alters her. Es war das größte Fest der Vierlande. Die Kinder hatten sogar schulfrei. Der Spieker Markt diente aber nicht nur dem Vergnügen auch die Einkäufe für den Winter wurden hier getätigt. Seit 1973 findet das Volksfest am Sülzbrack statt bis dahin am Zollenspieker.
Der Erntedankumzug findet Erntedank statt. 1976 wurde das Fest erstmals von den Kirchwerder Landfrauen organisiert. Die Trachtengruppen und weitere Vereine schlossen sich an. Heute ist der Umzug, der vom Spieker Markt bis zur Kirche geht, weit über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt. Am Abend vor dem Erntedankfest findet ein Ernteball statt. Hier wird die Erntekönigin mit zwei Hofdamen gewählt.
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